Es regnet. Ein Blick nach draußen verheißt nichts Gutes: Schwere Wolken hängen über Meer und Land, aus feinem Nieselregen wird ein kräftiger Schauer. Ich frühstücke und mache mich fertig. Als der nächste Starkregen kommt, entscheide ich mich dann doch dazu, heute nicht in die Stadt zu fahren.

Thriller? Mitnichten.

Es ist lausig kalt, knapp 15 Grad zeigt dass Thermometer. Ich ziehe fast alles an, was ich hier habe und mache es mir mit dem Thriller „Drei kleine Lügen“ vor dem Fenster gemütlich. Das Buch zieht sich wie Kaugummi und es geht einfach nicht vorwärts. Zwischendurch in einer Regenpause hole ich die trockenen Klamotten aus dem Atrium. Zum Mittagessen gibt es ein Brötchen, weiter geht’s im Text, bis es endlich vorbei ist. Hach, was habe ich mich gruselt. Nicht.

Abendessen

Ich packe den Müll zusammen und nutze eine Regenpause für den Gang zur Calheta. Sieben Gäste erkenne ich wieder, zudem fünf weitere, die aus Dänemark kommen. Es gibt Thunfischsteak in Weißwein mit Schmitzwirbeln, dazu gebackenen Mais und Salat. Köstlich! Im Fernsehen läuft die portugiesische Ausgabe von „Wer weiß denn sowas?“. Der Moderator sieht nicht so smart aus wie Kai Pflaume und Bernhard und Elton werden durch zwei Damen ersetzt. Statt 500€ gibt es für eine richtige Antwort nur 250€, ansonsten scheint das Spielprinzip gleich zu sein. Zum Abschluss gibt es einen Maracujapudding – sehr lecker! Ich verabschiede mich vom Kellner, er sagt, gleich werde es voll werden, die Fähre so ausgebucht. Stimmt, die kommt freitags ja immer erst gegen 23 Uhr hier an. Ich wünsche ihm ein schönes Wochenende und sage mal bis Oktober oder so. Auf dem Rückweg fließt das Regenwasser die Straße entlang, es muss in den letzten zwei Stunden nochmals kräftig geregnet haben.

Gegen Egon ist kein Kraut gewachsen

Dreißig Spielrunden versuche ich nun schon, mit 16 Karten mehr als Egon gegen ihn zu gewinnen – ich gebe es für diesen Urlaub auf. Nach fünf Runden 10.000 fallen mir schon fast die Augen zu und ich mache mich bettfertig.

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