5 Uhr aufstehen, duschen, 6 Uhr Abfahrt mit einer Snack-Tüte in der Hand. Unterwegs macht ein LKW verbotener Weise einen U-turn, daraufhin springt ein Autofahrer aus seinem Auto und haut ihm auf die Tür – alle feuern ihn an. Am Flughafen verabschieden wir uns von denen, die in Costa Rica bleiben und von denen, die woanders hinfliegen. 28 $ als Ausreisesteuer hat jeder zu bezahlen, in der Check-In-Schlange werden die Pässe und Ausreisedokumente kontrolliert. Ich bekomme Fensterplatz 42 K. Bei der Sicherheitskontrolle ist irgendwas mit meinem Rucksack, aber man sagt mir nicht, was. Nach endlosen Durchleuchtungen finden sie ein Tütchen Sand – sorry, Kelly, den hat man mir tatsächlich abgenommen!! :-(
In der Wartezone wird nochmals das Gepäck gecheckt – sie fragt mich, ob in den Kühlakkus Alkohol sei… Der Kapitän kommt, erklärt uns, dass wir noch warten müssen – die Tankanlage ist kaputt, erst nach dem Auftanken dürfen wir an Bord. Mit 45 Minuten Verspätung heben wir ab. Um Zeit zu gewinnen bleiben wir beim Zwischenstopp in Santo Domingo in der Maschine.
Ich kann nur dösen, um 6 Uhr am 2. März landen wir fast planmäßig im nebeligen Frankfurt. Wir verabschieden uns, ich gönne mir ein belegtes Brötchen. Der IC nach Hagen ist pünktlich, ich schlafe direkt ein.

7 Uhr bin ich wach, gehe fast umgehend zum Frühstück. 10 Uhr Abfahrt, nachdem wir uns von einigen verabschiedet haben, die noch eine Verlängerung gebucht haben. Bei der Bäckerei mit den Aras stoppen wir wieder, um 15 Uhr erreichen wir San José. Ich schlendere die Fußgängerzone rauf und runter, nehme letzte Eindrücke mit. Zum Abendessen Baguette und Wassermelone, ich gehe früh schlafen.

Ich schlafe bis 8 Uhr, gehe frühstücken. Heute Morgen gibt es Omelette mit Zwiebeln und Tomaten. Ich schlendere zwei Stunden durch Souvenirläden und am Strand entlang. Im Schatten lässt es sich aushalten, zwischendurch erfrischt zudem ein Sprung in den Pool. Um 17 Uhr fertigmachen für das Abschiedsessen am Strand. Ich esse gegrillen Fisch (Red Snapper) mit Folienkartoffel und gegrilltem Gemüse – einfach köstlich! Im Ananassaft so viel Fruchtfleisch, die Füße im Sand – Herz, was willst du mehr? Nach dem Abschiedsgruppenfoto gönnen wir uns noch einen Absacker in der Bar nebenan, bevor es mich ins Bett zieht.

Zum Frühstück serviert man Brot mit Margarine und Marmelade, dazu gibt es Milch, Kaffee oder Tee und natürlich die schon selbstverständliche Schale Obst. Dazu eine Ergänzung nach Wahl – für mich Cornflakes. Um 8 Uhr holt uns der Bus ab zur Delphin-Tour. Nach 30 Minuten Fahrt erreichen wir den Strand, an dem bereits zwei kleine Boote dümpeln. Zusammen mit dem Guide René und vier anderen unserer Truppe besteige ich den Kahn. Der Bootsführer, ein gutaussehender Surfer-Typ, gibt Gas. Nach wenigen Minuten taucht ein mächtiger Buckelwal nebst Nachwuchs auf. Zuerst erscheint die Fontäne, dann schiebt sich das Tier sanft aus dem Wasser und taucht mit kräftigem Flukenschlag wieder ins Wasser. Wir können uns nicht sattsehen. Nach einigen Fotos geht es weiter hinaus, es dauert eine Zeit, bis wir die Delphine entdecken. In kleinen Gruppen tauchen sie zum Luftholen auf, bleiben aber in sicherere Entfernung. Auf dem Weg zum Riff an einer kleinen Insel gleiten Schildkröten durch das Wasser – zum Anfassen nah kommen sie an das Boot heran. Am Riff wird geschnorchelt – am Meeresgrund liegt träge ein Rochen, kleine blaue Fische huschen umher. Nur mit der Hilfe von René und dem Bootsführer komme ich wieder ins Boot hinein – aber ich kann noch lachen, auch wenn mir alles wehtut. Die anderen steigen in das andere Boot ein, das ist einfacher. So habe ich das Boot auf dem Rückweg ganz für mich alleine – und genieße eine frisch aufgeschnittene Ananas. Zurück am Hotel relaxen wir am Pool, gehen früh Abendessen. 18.30 Uhr Abfahrt zur Schildkröten-Eiablage. Wieder ist René bei uns. Am Strand angekommen dürfen wir keine Taschenlampen mehr benutzen, der Mond spendet ausreichend Licht. Wir wandern am Strand entlang, machen an einem Baumstamm Pause. Es geht zurück, ohne etwas gesehen zu haben. Wieder heißt es warten. Wir wollen gerade den Rückweg antreten, da entdeckt René eine Schildkröte, die aus dem Meer an den Strand kommt. Mucksmäuschenstill beobachten wir, wie sie sich ein Plätzchen sucht und zu graben anfängt. Ihre kräftigen Hinterflossen schaufeln ein knapp 50 cm tiefes Loch, René leuchtet mit einer roten Lampe und hilft ihr ein wenig. Sie verfällt in Trance, wir können uns nähern und sehen ihr bei der Eiablage zu. Die Waschbären warten schon in der Nähe. Vorsichtig schaufelt sie das Loch wieder zu und beginnt zu tanzen – wir stehen und staunen. Wie eine Prozession folgen wir ihr und geleiten sie ins Meer zurück.

Duschen, frühstücken, 8 Uhr Abfahrt zur Kaffeeplantage. Man stellt gerade auf Bio um, was einige Veränderungen nach sich zieht: Da es keine richtige Kanalisation gibt, darf man sich nur noch mit bestimmten Shampoos waschen, alles wird streng reglementiert. Der Ertrag ist geringer, dafür sind die Kaffeepreise am Markt stabiler als die des konventionellen Anbaus. Er schneidet Zuckerrohr und lässt es von uns zu frischem Saft pressen – saugeil, dazu serviert uns seine Tochter Rohrzucker – lecker!! Zum frischen Kaffee im Farmhaus von 1930 serviert uns seine Frau Tortillas mit Hackfleisch, gekochte Bananen mit Schmand und Zimt-Vanille-Pudding, der im Ofen gestockt wird – köstlich! Ich kaufe Bio-Kaffee als Souvenir. Mit dem Bus zurück ins Flachland bis zum Pazifik nach Samara. Die Mittagshitze raubt mir die Atemn. Die Zimmer haben Klimaanlage und einen Kühlschrank. Fix in die Badesachen hüpfen und ab an den Strand. Wir stürzen uns in die waremen Fluten – herrlich!! Im Schatten der Palmen lesen – keine zwei Meter entfernt fällt eine Kokosnuss vom Baum. Im Supermarkt decke ich mich mit Smirnoff Ice und Keksen ein. Wir relaxen am Pool – einfach göttlich. Zum Abendessen gönne ich mir Thunfisch-Steak “well done” mit Reis und Salat. Am Strand genießen wir einen Absacker und machen uns dann wieder auf den Weg ins Hotel.