Ich schlafe sehr unruhig. Um sechs Uhr stehe ich auf und mache mich reisefertig. Ich habe das Bad noch nicht ganz verlassen, da kommt schon jemand vom Personal und wischt durch. Bei öhm checke ich aus, er drückt mir eine Tasse Kaffee und Kuchen in die Hand, was ich ablehne. Sogar ein Ticket für die Metro würde es geben, aber ich habe ja noch eins.

Lissabon am Morgen

Die Metro öffnet um 6.30 Uhr, ich bin eine der ersten in den Zügen. Einmal umsteigen und nach knapp 40 Minuten bin ich für 1,50€ am Flughafen. Verrückt. Es ist gut was los, ab und an sieht man Menschen mit Mundschutz, aber ob das gegen das Corona-Virus hilft? Am Gate reiht man sich brav ein, mit Zone B bin ich Recht schnell an der Reihe zum Einchecken. Ich sitze am Fenster, am Gang noch ein Mann. Zwei Reihen vor mir eine Frau mit zwei Kindern, die sehr friedlich da sitzen. Wir warten in der Flugzeugschlange, bis ein Flieger gelandet und ein weiterer gestartet ist. Im Flieger gibt es statt dem erwarteten Sandwich ein paar Kräcker. Sparprogramm bei der TAP.

Landung mit Applaus

In Düsseldorf wüten Sturm und Regen. Eins der Kinder brüllt wie am Spieß, der Druckausgleich funktioniert wohl nicht. Es wird sehr wackelig, da muss sich das Kind übergeben und endlich ist Ruhe. Die Mutter hat ratzfatz alles mit Feuchttüchern wieder sauber gemacht. Der Flieger schwankt ordentlich, als wir endlich landen applaudieren alle. Mein Magen rumort immer noch. Wir sind schneller unterwegs gewesen als gedacht, aber die Bahn-App verrät nichts Gutes: Zahlreiche Zugausfälle wegen Unwetter!

Glück im Unglück

Die S1 fährt und ich steige einfach mal ein. Planmäßig braucht sie 75 Minuten bis Dortmund, mal gucken, ob das klappt… Einmal quer durchs Revier – über Duisburg, Essen, Bochum – schon ein schönes Fleckchen Erde, wenn man mal genauer hinsieht. Aus einer Minute Verspätung werden zwei. Um 41 kommt der Zug nach Neheim. In Dortmund habe ich genau 3,5 Minuten. Ich sprinte los, den Bahnsteig entlang, Treppe runter, rechts um die Ecke, Treppe rauf, Bahnsteig entlang bis Gleis vier, ab in den Zug, Tür zu, Abfahrt. Puh.

Geburtstagskaffee

Papa holt mich am Bahnhof ab, zu Hause ist die Verwandtschaft eingetrudelt zum vorgezogenen Geburtstagskaffee von Mama. Abends bringen mich Matze und Tanja zu Tilo, damit ich ihm den Schlüssel geben kann. Hedwig schläft schon, sie müssen morgen früh raus. Ich gehe werfe noch eine Maschine Wäsche rein, dann falle ich müde ins Bett, morgen ruft die Arbeit!

 

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