Heute ist der Wecker erneut überflüssig. Ich fühle mich erstaunlich gut und bin begeistert vom Frühstück. Auf dem Parkplatz machen wir die Reste-Runde, auf einmal ist Ruth verschwunden. Deliah verabschiedet sich von uns, ihr Mann holt sie ab. Auch Ruth, die Sabrina zurück geholt hat, verkündet ihre Heimreise. Der Körperzellen-Rock kommt mir nicht über die Lippen, mit vielen Gedanken mache ich mich auf den Weg.

Heimat

Kurz hinter Zons betreten wir den Rheindamm, dem wir nun recht lange folgen. Immer wieder klingeln uns Radfahrer*innen zur Seite, alle sind nett und freundlich.  Wir machen eine kurze Rast, wo wir in einem Begegnungszentrum die Toiletten nutzen können. Eine Dame fragt wo wir herkommen. Es stellt sich heraus, dass sie aus Müschede stammt – wie klein die Welt doch ist! Den Weg bis Worringen legen wir schweigend zurück.

Straßensperrung

Gisela hat das Essen organisiert und Toiletten, Christiane entdeckt Kaffee. Gut gestärkt geht es weiter. Links von uns der Rhein, rechts schmucke Häuschen und Speckgürtel-Wohnungen. Kurz vor Merkernich ist der Weg versperrt: Hier wird eine neue Brücke gebaut. Der Umweg ist minimal, nach insgesamt 19 km erreichen wir die Bahn mit der wir nach Niehl zum Hotel fahren.

Freundlichkeit erreicht Herzen

Ab unter die Dusche! Meine Blase sieht furchtbar aus, Inges aber noch schlimmer. Erstmal Luft dran lassen. Der Mann an der Rezeption des Hotels Fortunes lässt uns im Frühstücksraum Abendessen. Es gibt Chinaman-Essen das Gisela abholt. Wir reflektieren ein bisschen, aber so ganz haben einige die Idee der Ich-Botschaften nicht verstanden und kommen ins Diskutieren und Verteidigen. Schließlich machen wir einen Punkt und lassen den Abend bei Bier, Wein, Cola, Chips und Haribo ausklingen.

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