Tot war er schon lange und seit Dezember ruhte das Muffelschaf Andy in der Tiefkühltruhe meiner Eltern. Heute war es nun soweit: Andy sollte seine letzte Reise antreten – die in unsere Mägen. Am Freitag hatte ich seine Keulen bereits in reichlich Marinade eingelegt, heute ging ab 14 Uhr der Kochtag los. Andys Hinterläufe wurden mit einer Senf-Gewürzmischung eingestrichen und 20 Minuten bei starker Hitze im Ofen gebraten. Weite 110 Minuten ruhten sie im Bräter und wurden regelmäßig von uns begossen. Seine Vorderläufe briet Björn scharf in der Pfanne an und gab sie dann in den Bräter, den wir auf dem Herd platzierten. 2 kg Kartoffeln schälen, Tisch decken und im Nu tauchten die ersten Gäste auf. Um 18.20 Uhr starteten wir mit einer Saltvariation mit Himbeerdressing und Baguette mit drei verschiedenen Gewürzbuttern. Dann wurden die Salz-Kartoffeln mit Petersilie bestreut aufgetischt, dazu Prinzessbohnen in Limetten-Butter-Soße. Andys saftige und äußerst zarte Keulen krönten mit einer scharfen Sellerie-lastigen Soße die Festtafel. Obwohl wir alle eingentlich schon sehr gut gesättigt waren, ließen wir uns die Nachtische (Apfeltiramisu und Oreo-Torte) nicht entgehen. Noch ein Jägermeister – und dann war endgültig Schluss mit der Aufnahmekapazität unserer Mägen. Welch ein Tag!

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